Einstellungstest in Berlin
Auch wenn ich den Valentinstag lieber mit meiner Verlobten und unserem Sohn verbracht hätte, verabschiedete ich mich von den beiden schon vormittags auf dem Bahnhof. Für mich ging es nach Berlin!
Die Bundeswehr, genauer gesagt das ZNwG OST, hatte mich zu einem Einstellungstest eingeladen, weil ich mich als SaZ2 für die Laufbahn des Reserveoffizieranwärters beworben habe. Der Einstellungstest sollte ca. 2,5 Tage dauern.
Gegen 15:00 Uhr betrat ich dann die Dahme-Spree-Kaserne in Berlin-Grünau. Nachdem ich die Stube bezogen und meine drei Mitbewohner kennen gelernt hatte ging es dann um 17:00 Uhr zur Eröffnungsveranstaltung, wo wir über die Hausordnung und den groben Ablauf informiert wurden und einen Fragebogen ausfüllen mussten. Danach war Dienstschluss
Der Nächste Tag begann um 5:30 Uhr mit Duschen und 6:00 Uhr Frühstück. Um 6:30 Uhr hatte ich Termin beim Bundeswehrarzt zur Annahmeuntersuchung. Da ich dort einer der ersten war, kam ich auch schnell dran. Das sollte sich im weitern Tagesablauf noch bezahlt machen. Im Anschluss musste ich zu einem Computer-Test, der mir Kopfrechnen abverlangte und mir ein paar Fragen zu meiner Persönlichkeit stellte (Schlagen Sie auch gerne mal zu?).
Die beiden Stationen waren schnell abgehandelt, doch so zügig sollte es nicht weitergehen. Bei der Koordinierungsstelle reichte ich noch fehlende Unterlagen wie z.B. meine Hochschulabschlusszeugniss nach, und dann hieß es warten! Nur worauf ich genau warten sollte, wusste ich nicht.
Nach ca. 2 Stunden kam dann eine nette Dame, die mich bat ihr zu Folgen. Das Schild an Ihrer Tür wies sie als Diplom-Psychologin aus. In Ihrem Büro stellte sie mir dann noch einen Hauptmann vor. Die Beiden führten dann das Interview mit mir, mit dem ich frühestens am nächsten Tag gerechnet hätte. Auch wenn ich anfangs nicht den Eindruck hatte, dass das Gespräch gut gelaufen wäre, reichte es doch aus, mich für die Reserveoffizierlaufbahn vorzuschlagen. Ich denke mal aus dem Gespräch wird kein Bewerber zufrieden und gestärkt herausgehen.
Nun fehlte nurnoch der Sporttest, vor dem ich eigentlich ein wenig bammel hatte. Nach kurzer Zeit wurde ich zu dem Test auch aufgerufen, aber er stellte kein nennenswertes Hindernis dar. In jeder der 4 Disziplinen gab es bis zu sechs Punkte zu erreichen, einer war zum Bestehen notwendig. Ich erreichte in jeder Disziplin drei bis vier Punkte, bestand also problemlos.
Nun ahnte ich schon, das ich heute noch nach Hause kommen würde, stand nur noch der Besuch beim Einplaner auf dem Programm. Der eröffnete mir auch ein Einstellungsangebot, auf das ich an anderer Stelle eingehen möchte. Im Anschluss holte ich meine Unterlagen und räumte die Stube. Nach nichteinmal 24 h verließ ich die Kaserne wieder und machte mich mit der Bahn auf dem Heimweg, gemeinsam mit einem meiner Stubenkameraden.
Dieser Aufenthalt in Berlin ist auf jedenfall ein Erfahrung, auf die ich nicht verzichten möchte!
